Der 9-jährige kastrierte Rüde lebte von Welpe an bei seinem Besitzer, der sich nicht mehr um ihn kümmern kann. Er hat die letzten Monate viel alleine auf einem Hof mit Hütte verbracht. Davor lebte er mit im Haus und ist seit Ende Juni 2020 bei uns im Tierheim.
Karuso zeigt sich Erwachsenen und Kindern gegenüber freundlich und kontaktfreudig. Bei Besuch bellt er kurz lässt dann Menschen aber problemlos ins Haus. Er ist stubenrein und kann fünf Stunden alleine bleiben. Er hat keine Angst vor dem Staubsauger, bei Gewitter geht er ins Bad. Rassetypisch ist er aktiv, möchte beschäftigt werden, braucht aber auch immer wieder seine Ruhephasen um runterzufahren.
Karuso wird als etwas schüchtern beschrieben. Er ist verschmust und liebt es gestreichelt zu werden, Bedrängen und fest in den Arm nehmen machen ihn unsicher. Wenn ihm etwas zu viel ist, versucht er der Situation aus dem Weg zu gehen. Er war regelmäßig in der Hundeschule und beherrscht die üblichen Grundkommandos. Beim Spaziergang lief er oft frei und ist in üblichen Situationen gut abrufbar. Karuso hat Kraft und zieht anfangs an der Leine. Jagdlich wurde er nicht geführt und zeigt auch keinen Jagdtrieb. Er kennt den Umgang mit Pferden und Katzen. Mit Artgenossen ist er gut verträglich. Bei Hundebegegnungen reagiert er freundlich, fremde Hunde interessieren ihn nur mäßig. Auch Autos, Inliner, Jogger, Radfahrer werden nicht gejagt. Er kennt das Laufen am Rad und in Begleitung von Inlineskates. Karuso ist es gewohnt im Auto im Kofferraum mitzufahren. Ihm fällt es schwer dabei zu entspannen und er legt sich ungern ab. Das Fahren in einer Box mag er nicht. Karuso badet gerne und spielt nur kurze Zeit, sein Spielzeug lässt er sich problemlos wegnehmen. Dies gilt jedoch nicht für seinen Kauknochen; am Futter kann man vorbeilaufen. Wenn er beim Gassigehen etwas Essbares findet konnte ihm sein Besitzer von oben das Maul öffnen und es herausnehmen. Für den sensiblen, netten Rüden suchen wir ein ruhiges Zuhause bei jagdhunderfahrenen Menschen, die ihn rassegerecht auslasten und führen können.
Da Karuso bei der Abgabe lahmte wurde er dem Tierarzt vorgestellt. Die Untersuchung hat ergeben, dass er Spondylose und eine leichte beidseitige HD hat die mit Schmerzmitteln behandelt wird. Von seinen Geschwulsten wurden Gewebeproben entnommen und sie wurden chirurgisch entfernt. Die Diagnose war ein low-grade Mastzelltumor, der laut Onkologin nicht streut und auch nicht nachwächst. Er hat die Operation gut überstanden und sein Fell wächst inzwischen wieder nach.
Karuso war für 2,5 Wochen vermittelt und kam am 10.08.2020 wieder zurück zu uns ins Tierheim. Er hat angefangen Besucher nicht mehr in die Wohnung zu lassen und hat bei Annäherung des Nachbarn nach ihm geschnappt. Des Weiteren kann man ihm Sachen die er aufsammelt und im Maul hat, nicht einfach wieder wegnehmen. Karuso bindet sich eng an eine Bezugsperson und sollte idealerweise zu souveränen weimaranererfahrenen Menschen ohne Kinder.

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