NOCH WENIGE TAGE VOR IHREM REGEBOGENGAG UNSERE SONNE mit 16 JAHREN + 1 MONAT wurde das Bild gemacht

Mit 12 bekamen wir Susi/Tanja aus dem Tierheim, dort war sie 2-3 x von Vorhaltern (Besitzer gibt es nicht bei Tieren, man besitzt kein Tier ebenso wie man keinen Menschen besitzt) über ein Wochenende zur Probe, da noch ein Rüde im Haus war und das Verhältnis sehr distanziert war. Susi war ein Malinois . Sie hat in den 4 Jahren und 1 Monat soviel Kampfgeist bewiesen. Mit 12 Jahren noch einen Porsche-Motor in sich gehabt, öffnete sämtliche Türen und bellte laut bei jedem Klingeln. Da wir einen Geschäftsbetrieb hatten, half es nichts, Susi einzusperren. Es wäre auch nicht klug gewesen, sie brauchte eine Aufgabe. Kurzerhand haben wir sie unseren Kunden als ehemalige Chefsekretärin vorgestellt, die nur begrüßen möchte. Und 95 % aller Kundinnen und Kunden nahmen das „Angebot“ verständnisvoll an. Trotz Kieferlähmung und Bauspeicheldrüsenprobleme mit einwöchigem Klinikaufenthalt und der Blase eines Kamels, sie soff 20 Liter Wasser am Tag, schaffte sie es immer wieder, auf die Beine zu kommen. Bei der Lieferlähmung im sehr heißem Spätsommer wussten wir zunächst nicht wie wir ihr das Wasser zukommen lassen sollten, mit der Spritze war es zu wenig. So nahmen wir den Gartenschlauch und Susi genoss das viele, köstliche Naß. Künftig konnten wir keinen Garten mehr ohne Susi gießen, da sie sich voll Begeisterung an den Wasserschlauch hielt und immer mit ihrer Schnauze anteilig Wasser wollte. Bis zur Erkenntnis, dass sie Krebs hatte, verlief alles gut, auch in der Endzeit hielt sie es sehr tapfer durch und mit Ansprache von Frau Dr. Silke Guggolz gab es keinen Tag, an dem sie leiden musste. Sie konnte in Würde der Regenbogenbrücke entgegen schlummern. Sie war die Sonne für uns, die ununterbrochen schien, 4 Jahre und 1 Monat lang und ihre Liebe strahlt heute noch in unseren Herzen. Ich habe mir die Frage gestellt, ob es bei Hunden eine Reinkarnation gibt. Und es klingt wie eine Vision, aber ich habe ein Ölbild gefunden, auf dem „Susi“ zu erkennen ist, neben einem Schäfer. Das Bild habe ich „Heimkehr“ genannt, Susi läuft auf der rechten Seite des Schäfers und behütet Heidschnucken. Links vom Schäfer läuft eine „kleine Susi“ . Und diese wird eines Tages, aber das hat noch lange lange Zeit, Kiba sein, die wir aktuell mit 13 Jahren aus dem Tierheim haben und die genauso Ähnlichkeit Schäferhund-Mix mit Susi hat, die gleichen klaren Bernsteinfarbene Augen. Diese hatte Susi auch mit 16 noch, am letzten Tag. Und jetzt hat sie Kiba, mit einer Lebendigkeit mit 13 Jahren, wie es Susi einst mit 12 Jahren hatte. So ist das Leben wieder mit Sonnenschein, Freude und Frohsinn durch Kiba erfüllt. Für uns ist es immer bemerkenswert festzustellen, dass sogenannte ältere Hunde einem Menschen viel mehr an Freude und Zuwendung geben können, auch an Kraft und Dankbarkeit. Beide Entschlüsse, sich für einen älteren Hund zu entscheiden, haben wir nie bereuen müssen. Denkanstoß an alle Tierhalter und Tierliebhaber, die sich einen Hund aus dem Tierheim holen wollen.
 
Familie Werner Schnepf Heilbronn – September 2014