Regenbogenbrücke

Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.

Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille, bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.

Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot."

(Anonymes Zitat aus: Penelope Smith, Gespräche mit Tieren.)


Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten,
und die Brücke zwischen ihnen
ist die Liebe.
Das einzig Bleibende,
der einzige Sinn.

(Thornton Wilder)

Mein Moritz war für mich viel mehr als nur eine Katze. Moritz war mein Baby – ein wunderbares Geschenk. Besonders jetzt, nachdem er weggegangen ist, wird mir um so mehr bewusst, wie sich mein Denken immer um ihn gedreht hat – natürlich auch um seinen „Bruder“ Pedro, der jetzt alleine ist. Moritz  war etwas ganz Besonders und einzigartig für mich.Über 10 Jahre hatte ich meinen Moritz, nachdem ich ihn am 5. August 1997 als ca. 2-jähriges Katerchen aus dem Heilbronner Tierheim geholt habe – wo viel mehr er sich mich ausgesucht hatte als ich mir ihn. Er hätte es nicht besser machen können!

Ich habe meinen Moritz abgöttisch geliebt – und es war ein furchtbarer Schock, als er plötzlich innerhalb weniger Stunden sichtlich zusammenklappte. Sein Stoffwechsel und die Bauchspeicheldrüse haben versagt, und er musste in die Klinik. Als sich auch noch Wasser in seiner Lunge sammelte, sagte er mir dann, dass es jetzt Zeit ist, ihm ein letztes Mal zu helfen. Moritz ist am 11. Februar 2008 um die Mittagszeit in meinen Armen für immer eingeschlafen.

Ich vermisse ihn unsagbar.

Helga

 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: Es ist in allen
Und doch ist Einer, welcher dieser Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Am Freitag, den 06. Juli 2007 musste unser Memphis eingeschläfert werden. Er war ungefähr 11 Jahre alt.
Leider hat Memphis fast sein ganzes Leben im Heilbronner Tierheim verbringen müssen, wo er dann auch gestorben ist. Er war einer unserer Dauerbewohner, dem wegen seines Beschützerinstinktes leider nie die Chance auf ein Zuhause vergönnt war.
Memphis war einst ein stattlicher, schneeweißer Dogo-Rüde. Doch die Jahre und der Stress im Tierheim haben ihm sehr zugesetzt, er fühlte sich dort nicht wirklich wohl.
Ständig litt er unter Blutohren, das rechte Ohr musste ihm deshalb abgenommen werden, und es mussten ihm auch einige Geschwüre entfernt werden. Zudem litt er auch noch ständig an Allergien.
Aus dem schneeweißen Rüden wurde mit der Zeit ein grauweißer, alter Hund, der aber immer noch gern Gassi ging und Stöckchen nagte.
Nachdem er letztes Jahr eine langwierige Kreuzband-OP über sich ergehen lassen musste und er lange Zeit nicht laufen konnte, wurde an besagtem Freitag ein weiterer Kreuzbandriss am anderen Bein festgestellt. Da das Kniegelenk auch schon stark beschädigt war, hätte es der zusätzlichen Belastung nicht mehr standgehalten.
Er wurde von Silke und Frau Dr. Guggolz über die Brücke begleitet - dahin, wo es ihm hoffentlich gut gehen wird, er alles Versäumte nachholen darf und glücklich ist.


Lieber Memphis,
Du hattest wunderschöne und so unergründliche Augen. Wenn Du einen angeschaut hast, war es, als ob Dein Blick direkt auf den Grund der Seele geht. Auch heute noch denke ich immer mit einem Lächeln an Dich und Deinen geliebten LC1 Joghurt. Daran, wie sehr Du es geliebt hast den Käsewürfeln nach zu rennen oder um die Brückenpfeiler herum „Verstecken“ mit mir zu spielen :-)).
Du bist bestimmt schon längst wieder auf Erden. Hoffentlich in einem glücklicheren Leben, unter einem glücklicheren Stern. In meinem Herzen wirst Du für immer einen ganz besonderen Platz haben.
„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen.“
Spuren, die Du zweifellos hinterlassen hast... Danke, dass Du mein Freund warst! Und lieben Dank allen Menschen, die sich während Deines langen Tierheimaufenthalts in ganz besonderer Weise um Dich bemüht haben.
Elli, im November 2011

Merlin, ein 11 Jahre alter Neufundländer-Setter Mischling, der mit jahrelang unbehandelter Ohrentzündung aus schlechter Haltung ins Tierheim kam, wollte schnell tierliebe Menschen finden.

Er war unheimlich verschmust und fit.
Leider ereilte ihn nun nach seinem traurigen Leben sein plötzliches Ende, ohne, dass er die sonnige Seite kennenlernen durfte. :(

Die kleine Missi kam im April 2005 als Fundhund ins Tierheim - total verfilzt, so dass sie nicht einmal mehr richtig laufen konnte und mit riesigen Tumoren an beiden Milchleisten. Sie wurde am gleichen Tag noch zum professionellen Scheren gebracht und es kam danach ein klapperdünnes Pudelchen zum Vorschein, dessen Körper mit Ekzemen und wunden Stellen übersäht war. Als ich sie so erbarmungswürdig und halbverhungert sah, bekam sie etwas zu fressen und zog am selben Tag zu den eigenen vier großen Rüden ein. Auch waren ihre Augen durch nicht behandelte Erkrankungen soweit geschädigt, dass sie ganz winzig klein geworden sind und sie kaum noch etwas sehen konnte, das Gehör hatte sich schon längere Zeit davor verabschiedet. Ihr Alter wurde damals auf 18 Jahre geschätzt!
Als sie zugenommen und sich von den zwei! Milchleistenoperationen erholt hatte, übernahm sie im Haus, v. a. auf dem Sofa & im Bett die Regie über die komplette Familie: sie schlief nur noch neben mir auf dem Kopfkissen, die Rüden wurden mit den wenigen vorhandenen Zähnen weggeklappert und angebafft, beim Autofahren thronte sie auf dem Beifahrersitz... sie war einfach immer und überall dabei. Sie orientierte sich ausschließlich mit der Nase indem sie jeden anschnüffelte und - wenn sie mich nicht "erroch" - sich angewidert wegdrehte, weitersuchte und dann bei mir zufrieden stehen bleib und wartetet bis sie auf den Arm genommen wurde. Altersbedingte Zipperlein waren an der Tagesordnung, das Fressen war immer wieder ein großes Diskussionsthema und die Kraft in den Beinchen lies beständig nach.
Im Juli durfte das alte Mädchen dann gehen. Sie wird immer noch schmerzlich vermisst. Sie war mein Baby.

Monti war ein dominanter Schäferhund, ca 9 Jahre alt und suchte eine Person mit Hundeerfahrung, die ihm den Rang richtig zuweisen sollte. Er ging für sein Leben gerne spazieren und spielte dabei mit Bällen und Stöckchen.

Oskar war mit anderen Hunden nur bedingt verträglich und sollte als Einzelhund zu einer konsequenten Person mit Hundeerfahrung vermittelt werden. Diese haben wir nie gefunden und somit durfte Oskar zu seiner Gassigeherein und deren 5 Hunde ziehen, wo er gerne im Bett lag.Oskar wurde altersbedingt am 1.2.2008 eingeschläfert.

Im Alter von ca. 2 Jahren wurde Olanka, genannt Olga, von Frau Ruth Walther aus dem Heilbronner Tierheim geholt, nachdem sie als Streuner beim Heilbronner Gesundbrunnen von Tierschützern "eingesammelt" worden war. Dass die Kleine sich durchschlagen musste, hat sie niemals vergessen: Sie hat ihr Leben lang alles geklaut, was essbar war und auch streng darüber gewacht und mit den Krallen verteidigt, damit keiner ihr vermeintlich etwas wegnahm, vor allem der Besuch nicht!
Und wie man auf dem Foto sehen kann, war sie eine begeisterte Zeitungsleserin und liebte es, sich im Blumenkasten zu sonnen. Im Alter von 13 Jahren wurde Olga dann krank ? eine schwere Blutkrankheit. Die Prognose von Frau Doktor Wieland bewahrheitete sich leider, und so musste Olga dann mit 14 Jahren am 08.02.2007 von ihrem Leiden erlöst werden. Sie durfte nach Horkheim in den Tierfriedhof umziehen und ihr Frauchen wird sie immer in lieber Erinnerung behalten.

Paul war ein toller Kerl. Lieb, verschmust, intelligent, noch jung und sehr verträglich mit anderen Katzen. Daher hätte er sich auch super als Zweitkatze geeignet.
Leider saß er unverständlicherweise Woche für Woche zwischen den ganzen scheuen und weitestgehend älteren Katzen im Katzenhaus, ohne ernsthafte Interessenten zu haben. :/
Der Stress im Tierheim forderte bei dem sensiblen Paulchen seinen Tribut. Er bekam eine Erkältung, die einen im seinen Alter eher seltenen FIP-Ausbruch nach sich zog.
Hätte er nur schnell Übernehmer gefunden, würde er wohl noch leben...
So wurde die längste Aufmerksamkeit in diesem letzten Lebensabschnitt von Paulchen, die ihm alleine galt, von einem Menschen, den er kaum kannte, auf die Zeit bemessen bis die Narkose wirkte. :(

"Lass uns landeinwärts gehn, und bau mir ein Haus.
Ein kleines Haus mit einer weißen Wand
für die Abendsonne."
(Hilde Domin)

Am 10. September 2007 durfte unser 16 Jahre alter Prinz an seinem Lieblingsplatz auf dem Tierheimhof zum Regenbogen gehen - sehr schweren Herzens - jedoch so lange er noch guter Dinge war und wir es ihm ersparen konnten, leiden zu müssen.
Prinz war ein liebenswerter Staffordshire-Opa, der schon einige Jahre im Tierheim wohnte, und dem es nach seinem vorherigen Zuhause dort offensichtlich gut gefiel.
Die letzten Jahre durfte Prinz samstags immer mit zu meinen Eltern - wie zuvor auch unsere Daisy - und er hat es immer sehr genossen, dort mit meinem Vater auf der Couch gemeinsam ein Mittagsschläfchen zu machen.
Bis zuletzt hat er es geschafft, auf die Couch zu klettern und er hat es sich dort mit dem Kopf auf seinem Kissen grunzend gemütlich gemacht.
Schon lange hatte Prinz Probleme mit der Wirbelsäule und seinen Knochen, und er musste deshalb schon seit über einem Jahr hohe Dosen Cortison bekommen. Seine Leber hat das letztendlich nicht mehr verarbeiten können...
Er hat jetzt auf dem Tierfriedhof in Horkheim ein letztes Zuhause.
Ich bin unsagbar traurig und mein großer, lieber Bube fehlt mir sehr. Er hat einen festen Platz in meinem Herzen - ich werde immer gerne an ihn denken und vermisse ihn.
Helga

Ramon war ein lieber, getigerter Kater mit weißem Latz und Gesicht, der Mitte Februar als Fundtier zu uns kam und leider nicht vermisst wurde.

Rocky wurde aus einem Keller, wo er 1 Jahr zusammen mit 2 Hündinnen verbracht hatte beschlagnahmt und kam im Alter von 10 Jahren ins Tierheim. Da Rocky ein bildschöner Schäfer-Rotti Rüde, hervorragend erzogen und selbst mit unkastrierten Rüden verträglich war, standen seine Vermittlungschancen sehr gut und es fanden sich immer viele Menschen, die ihn ausführen wollte und ihn toll fanden. Aufgrund seines Alters wollte ihn dann letztlich aber doch niemand haben und so ist er, nachdem ich mit ihm und Duke schon längere Zeit Gassi gegangen bin, zu mir und meinem Rüden eingezogen. Er war ein Traum von Hund, ruhig in der Wohnung, hat sich toll mit dem viel jüngeren Yuma verstanden und war- vor allem wegen seines Alters und der damit verbunden Ruhe und Ausstrahlung- eine wunderbare Bereicherung. Rocky hat die Zeit auf dem Sofa und beim Gestreichelt werden genossen und auch das ständige Anwachsen des Rudels mit Souveränität überwacht und zusammengehalten. Nach dem 13.Lebensjahr wurden die Hinterbeine langsam etwas steif und die Spaziergänge langsamer absolviert. Anfang Juli musste ich mich dann nach der Diagnose Knochenkrebs von Rocky trennen. Ich danke ihm für die schöne Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte, sein grenzenloses Vertrauen und seine Treue. Ich werde ihn im Herzen behalten.

 

Die wie ein echter Tiger gezeichnete Suza kam als Unfallopfer zu uns und musste mit Becken- bruch und Schwanz- abriss ewig in der Krankenstation bleiben.
Dem nicht genug, fand sich sogar auf Zeitungs- annoncen niemand, der die total liebe und hübsche Suza aufgenommen hätte.
Monate saß die auch noch nicht alte Suza, als Einzelkatze besonders gestresst, im Katzenhaus, bis dadurch begünstigt auch bei ihr FIP ausbrach.
-vermeidbar... So ein Ende hatte sie nach ihrem Leidensweg nicht verdient.

Susie war eine im Umkreis HN gefundene Hündin, die total verfilzt und in sehr schlechtem Zustand ins TH kam. Susie war stark sehbehindert und hat im TH alleine in einem Zimmer gewohnt, da sie sich in der Gruppe nicht zurechtgefunden hat. Die Besitzerin hatte sich im TH gemeldet, nachdem man ihr mitteilte, dass man bereits Anzeige gegen den Halter der Fundhündin wegen Vernachlässigung erstattet hatte, war es doch nicht mehr "ihre Susie" und so zog sie bei mir als Pflegehündin zu drei Rüden ein. Sie hat sich sehr schnell in der Wohnung zurechtgefunden und lag stundenlang in ihrem Körbchen, hat alles beobachtet und viel geschlafen. Ende November haben sich liebe Tierfreunde gefunden, die Susie ein warmes Plätzchen geben wollten und Susie zog in "ihr" Zuhause um. Nach nur 4 Wochen, kurz vor Weihnachten und 3 Tage vor Susies erstem Urlaub an der See ging es Susie plötzlich sehr schlecht und sie wurde noch am selben Abend eingeschläfert.

Der unheimlich verschmuste und hübsche Kartäuserkater wurde abgegeben.
Da er noch sehr jung war und es bis zum Ausbruch der Leukose wohl noch Jahre gedauert hätte, dachten wir, dass er schnell einen guten Platz findet, doch niemand wollte ihn weil er Leukose positiv getestet war.

Die Dunkelziffer der Leukosefälle liegt leider ziemlich hoch, da immer noch viele Katzenbesitzer an der nicht ganz günstigen Impfung sparen. :(

Wolf kam im November 04 ins Tierheim, sein Herrchen hat ihn damals auf 15 Jahre geschätzt. Er stand sehr verloren, da halbblind & fast gänzlich taub, in der Hundegruppe und wurde von den anderen Hunden gemoppt und nicht in den Innenbereich gelassen.
So ist er gleich am ersten Abend mit zu uns nach Hause zu drei Rüden gezogen und hat sehr selbstverständlich das Sofa in Beschlag genommen.
Wolf war ein ganz ruhiger, sehr bescheidener Hund, der mit allen Neuzugängen verträglich war und die Jungspunde - wenn sie ihn gar zu wild durch die Gegend geschupst haben- durch ein lautes Baffen zur Raison gebracht hat.
Er fand es klasse, gestreichelt zu werden, sogar die ihm anfangs heiligen Ohren hat er nach langer Eingewöhnungszeit immer wieder vertrauensvoll zum Kraulen entgegengestreckt. Das letzte halbe Jahr wollte er dann wie die anderen unbedingt mit im Bett einschlafen, auch wenn es ihm viel zu warm war und alle mit seinem Hecheln wach gehalten hat. Es war schön zu sehen, wie unser liebenswerter Opi sich immer fester an die Familie angeschlossen und die Nähe genossen hat.
Seine Hüfte und Wirbelsäule breiteten ihm schon von Anfang an starke Probleme. Seit einiger Zeit hat die Kraft in den Hinterbeinen kaum noch zum Aufstehen gereicht und nachdem jetzt auch die vorderen Beine schwächer wurden, haben wir ihn in Würde und einem Lächeln im Gesicht gehen lassen. Er war eine Bereicherung für alle, es tut weh ihn zu verlieren und er fehlt uns sehr.